Alle Artikel in: Buchenwald

Einladung zur Preview

„Buchenwald. Nächste Generation“
Preview und Sendetermin

Nach Dreh, Schnitt und Abnahme die finalen Termine: Durch die Vermittlung und Hilfe der Gedenkstätte Buchenwald gibt es in Weimar eine Preview unseres Films, und zwar ist diese am 28. Mai um 18.00 Uhr – der Eintritt ist frei. Lichthaus Kino im Straßenbahndepot, Am Kirschberg 4, 99423 Weimar Der Sendetermin unseres Films ist am 31. Mai um 22.20 Uhr auf 3sat. Hier der Link auf die 3sat-Website zum Film: http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/186309/index.html Und hier die Einladung zur Preview: Preview in Weimar Voilà!

Arbeit unter dem Mikroskop

Stefanie Masnick
Leiterin der Restaurierungswerkstatt

Es sind die kleinen Dinge die berühren: Ein improvisierter Kamm, ein handgefertigtes Schmuckstück, eine Erkennungsmarke. Die Restaurierungs-werkstatt der Gedenkstätte Buchenwald ist voll davon. Regale, Tische, Ablageflächen: Wo man hinsieht werden die kleinen Gegenstände sorgsam gehortet. Und dabei befindet sich hier nur ein kleiner Teil der vielen Dinge, die hier auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald gefunden wurden und weiterhin gefunden werden.

Das Buchenwald-Projekt in Radio

  Für die Sendung Zeitfragen von Deutschlandradio Kultur ergab sich für mich die Chance über die Dreharbeiten des Filmprojekts Buchenwald und zu den Fragen der Darstellbarkeit des Grauens und der (vermeintlichen?) Authentizität des Ortes, also des ehemaligen KZ`s, im Rahmen eines Features zu reflektieren. Die Regie hatte Giuseppe Maio und der Redakteur ist Winfried Sträter. Die Sendung lief am 09. April 2016 und ist hier weiterhin zu hören: http://www.deutschlandradiokultur.de/historisierung-des-holocaust-wie-heute-noch-das-grauen-in.976.de.html?dram:article_id=350335

Ivan Ivanji – ehemals Zeitzeuge

„Ich bin sehr ungern Zeuge jener Zeit, die stets gemeint ist, wenn man mich als Zeitzeugen aufruft, um Aussagen zu machen. (…) Anfangs verstand ich es als Bezeichnung von Menschen, die den Holocaust persönlich erlebt und überlebt haben. Es gibt unendlich viele Berichte von Zeitzeugen, viele vor allem mit Beschreibungen wie schrecklich das war. Meine Teilnahme an den Versammlungen oder Gesprächen mit unterschiedlichstem Publikum natürlich inklusive. Allmählich aber klingt mir, was wir zu bezeugen haben, einfach wehleidig.

© Sabrina Wohlfarth, Sammlung Gedenkstätte

Philipp Neumann-Thein
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

Seit dem letzten Sommer begleite ich nun schon als Praktikantin die Entstehung des Films „Buchenwald. Nächste Generation“. Schon vor dem ersten Drehtag habe ich mir versucht vorzustellen, wie es sein würde an diesem Ort zu arbeiten. Denn dieses Gelände, diese Lücke, die hier in den Wald geschlagen wurde ist untrennbar mit den Verbrechen verbunden die hier begangen wurden. Von der ‚Aura‘ des Ortes ist oft die Rede, wenn in Worte gefasst werden soll, was die Menschen hier oben beim Anblick der Steine und Gebäude empfinden. Und auch mir fällt kein besseres Wort, keine bessere Erklärung dafür ein, warum es sich auch noch nach einem halben Jahr und einigen Drehtagen in Buchenwald manchmal wie ein seltsamer Widerspruch anfühlt. Unweigerlich frage ich mich: Wie wird dieser Ort zum Arbeitsplatz? Mich interessieren die Mitarbeiter der Gedenkstätte und ihre Geschichten. Was ist das für ein Weg der zur Arbeit hier in der Gedenkstätte führt? Was treibt diese Menschen an? Und wie muss das sein, wenn das Gelände eines ehemaligen Konzentrationslagers Teil des eigenen Alltags wird?

Zsuzsánna Berger-Nagy

Zsuzsánna Berger-Nagy
Pädagogische Mitarbeiterin

Mehr als eine halbe Millionen Menschen aus dem In- und Ausland besuchen jährlich die Gedenkstätten Buchenwald. Rund 130.000 von ihnen, allen voran Schülergruppen, nutzten im vergangenen Jahr auch das pädagogisches Angebot der Gedenkstätte. Ob Führungen, Seminare oder ganze Projekttage – das Bildungsangebot ist vielfältig und ebenso umfangreich sind auch die Herausforderungen für die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. Seit elf Jahren ist die Gedenkstätte Buchenwald der Arbeitsplatz von Zsuzsanna Berger-Nagy.Ihr Büro ist völlig gewöhnlich: Schreibtisch, Computer, Kaffeemaschine – nichts lässt vermuten, dass dieser Raum  früher einmal Teil der Kommandantur des Konzentrationslagers war.

Menschen in Buchenwald

Buchenwald – dieser Ort ist ein Tatort der NS-Verbrechen, ein Zeugnis der Geschichte, die nie hätte passieren dürfen. Das Gelände auf dem Ettersberg unweit von Weimar ist zugleich KZ-Gedenkstätte und Friedhof für viele Tausende Menschen, die hier ermordet wurden. Diese Grabstätten sind eingefügt in das Buchenwald-Mahnmal welches 1958 eingeweiht wurde. 70 Jahre nach der Befreiung des Lagers steht Buchenwald nicht still. Rund eine halbe Millionen Menschen besuchen jährlich die Gedenkstätte. Schulklassen, Jugendgruppen, einzelne Besucher.

Buchenwald – eine Annäherung, Part 1

Seit Frühjahr 2015 entsteht meine Dokumentation über den Aufbau der neuen Dauerausstellung der Gedenkstätte Buchenwald. Die Eröffnung der Ausstellung am 17. April 2016 wird das Ende dieses Films der a+r film in Zusammenarbeit mit ZDF und 3sat markieren. Parallel entsteht ein filmisches Portrait des Leiters der Stiftung der Gedenkstätte Volkhard Knigge. Da ist das Tor, die weite Fläche des Appellplatzes, der unförmige Bau der sog. Effektenkammer (in der die neue Ausstellung aufgebaut wird), da ist der farbige Schotter, der die Grundrisse der längst abgebauten Baracken zeigt. Im Hintergrund, Richtung Harz, den man bei klarem Wetter sieht, die Windräder der Deutschen Energiewende. Dazwischen Wald. Buchenwald.